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Seit 1988 beschäftigen wir uns intensiv mit der Pflege von Reptilien. Der anfängliche Schwerpunkt war bei Alligatoren und Krokodilen angesiedelt und so begann mal alles mit 3 jungen Brillenkaimanen in einer Krokodilanlage in unserer damaligen Eigentumswohnung. Schnell war uns, d.h. meiner Frau Andrea und mir klar, dass der Platzbedarf der ständig wachsenden Anlage ein treibender Faktor ist. Dazu gesellte sich mein baldiger Wunsch auch Mississippi-Alligatoren zu pflegen.
Diese Entwicklung hatte für uns die logische Konsequenz, dass ein Eigenheim gebaut werden muss, das den Anforderungen unserer jungen Familie und unseren tierischen Mitbewohnern gerecht wird. Von Plan bis zur Umsetzung war dies ein anspruchsvoller Prozess der eine Vielzahl von Anträgen und Sondergenehmigungen bedingte. Am Ende dieser „Odyssee“ stand der „offizielle Segen“ der Behörden und so entstand unser Eigenheim mit 70qm² Krokodilanlage im UG.
Nachdem das Haus für „unser Leben“ erbaut war, wurde unser familiäres Glück mit unseren Kindern Alisa und Claudio perfekt. Schnell waren die Flächen zwischen Mensch und Tier aufgeteilt. Unsere Tiere bezogen das UG und Teile des EG und wir das 1 OG und das restliche EG. An dieser Aufteilung halten wir – wenn auch mit „leichten“ Verschiebungen zu Gunsten der Tiere – bis heute fest.
Wie diese Raumaufteilung vermuten lässt haben wir schon immer ein Interesse an der Pflege, aber auch an dem Leben mit und für unsere Tiere gehabt. Aus diesen Anspruch heraus haben alle Mitglieder der Familie Martino eine ganz besondere Verbindung zu Tieren.
Dieses Lebensmodell hat schon früh öffentliches Interesse an uns und unserem Pfleglingen geweckt das bis heute anhält. Hier kann man von 2 Interessenten-Gruppen sprechen. Die erste Gruppe (Privatpersonen, Medien, Schulen, etc.) hat an unseren Tieren bzw. unserem Lebensmodell Interesse, die zweite Gruppe (Reptilienhalter- bzw. -liebhaber, Behörden, Vereine, etc. ) schätzen uns als langjährige Reptilienexperten und benötigen unsere Hilfe bzw. Beratung bei Problem/Fundtieren oder von Behörden beschlagnahmten Tieren.
Um diesen Anforderungen dauerhaft gerecht zu werden, habe ich mich natürlich stetig weitergebildet. Ich beantragte und erhielt nach eingehender Prüfung der Behörden (Bundesamt für Naturschutz u. Veterinäramt) die Betriebserlaubnis (Richtlinie 1999/22EG über die Haltung von Wildtieren in Zoos) – Zoo Richtlinie sowie § 11 Abs.1 Nr. 2a des Tierschutzgesetzes. Diese Erlaubnis ist die Basis für die Haltung und zur Schaustellung unserer Tiere in- und außerhalb unseres Hauses. Aber auch das Thema „Fund- und Abgabetiere“ hat unser Zuhause mittlerweile zu einen kleinen Reptilien-Zoo gemacht. Krokodile, Schlangen, Spinnen, Echsen, Schildkröten, Agamen, Kröten... all diese interessanten Tiere haben bei uns ein zuhause gefunden.
Die Pflege dieses umfangreichen Tierbestandes und die vielen Veranstaltungen habe ich mit der Unterstützung meiner Frau und Kinder bis 10/2005 primär als Hobby betrieben. Danach habe ich mich in Abstimmung mit meiner Familie entschieden mein Engagement ganz im Sinne unserer Tiere und L’Alligatore einzusetzen.
Das Wohlbefinden der Tiere, die erfolgreiche Nachzucht unserer Mississippi-Alligatoren im Jahr 2006, die Entwicklung von L’Alligatore und natürlich die Zustimmung unserer Kunden und Gäste sind nur einige Punkte die mich und meine Familie immer wieder bestätigen die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
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